Alle Seiten der Küpser Musikausbildung gezeigt

Wer sich am vergangenen Samstag über die vielfältigen Möglichkeiten der Küpser Musikschule mit ihren Orchestern informieren wollte, bekam neben vielen Informationen auch zahlreiche Höhepunkte präsentiert, die die Leistungsfähigkeit und Bandbreite widerspiegelte.

Dazu begrüßte Musikschulleiter Holger Pohl alle Anwesenden und Interessierte und gab gleich die Bühne frei für das Abschlusskonzert der Musikalischen Früherziehung. Unter der bewährten Leitung von Julia Bauer zeigten die Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren die „Verrückte Musikstunde“ und erklärten so ihren Eltern und dem Publikum, was sich so im vergangenen Jahr im Unterricht abgespielt hatte. Nach dem Begrüßungsritual „Auf los geht´s los“ und dem Willkommenlied „Herzlich Willkommen“ wärmten sich die Kinder gleich zusammen mit ihren Eltern auf. So wurden Gesichter massiert, Schenkel abgeklopft und die Stimme geölt. Dann ging es auch gleich in die Vollen mit „Don Daja“ wurde nicht nur gesungen, sondern auch gleich mit Bodypercussion begleitet. Beim Frühlingslied waren die Eltern wieder eingeladen mitzusingen, denn die deutsche Version von „I like the flowers“ sollte doch wirklich jeder kennen. Spannend wurde es dann im Mittelalter, denn bei „Pandur Andandori“ erlebten die Zuhörer das Leben der dortigen Zeit bei großen Festen mit Gesang, Tanz und Schauspielerei. Da war dann das gemeinsame Trommeln im Anschluss bei „Trommelt mit“ schon eine Erholung. Das Lieblingslied des diesjährigen Kurses war „Hulapalu“, dass die Kinder nach all der Anspannung aus vollem Halse mitsangen, bevor sie sich mit ihrem Abschiedsritual „Auf Wiedersehen und Tschüss“ von ihrem Publikum verabschiedeten. Tosender Applaus war der Lohn für ein abwechslungsreiches und spannendes Musikjahr, das durch dieses Konzert gekrönt wurde. Bürgermeister Bernd Rebhan zeigte sich begeistert von den jüngsten Mitgliedern der Musikschule und stellte den Stellenwert der Musik für die Marktgemeinde Küps heraus. Er unterstrich besonders die Leistungen, die auch vom Förderverein für die Küpser Orchester e.V. tagtäglich geleistet werden. Erster Vorsitzender Michael Scheler lud wie jedes Jahr die jüngsten Musikerinnen und Musiker zu frisch gegrillten Bratwürsten ein. Besonderer Dank galt der Musiklehrerin Julia Bauer, die die liebevolle Betreuung der jüngsten auch in diesem Jahr wieder übernommen hatte. Die Kinder der musikalischen Früherziehung waren: Sebastian Fuchs, Jasmin Fuchs, Florence Fleischmann, Hannes Geißer, Lukas Dick, Sofie Weinmann, Jonathan Pohl, Franz Weinmann, Lotta Rebhan, Leon Hart und Mia Kammermeier.

Auch im nächsten Schuljahr wird die Musikalische Früherziehung an der Musikschule angeboten. Als Weiterführung ist ein zweiter Teil bereits in Planung. Neue Schülerinnen und Schüler werden gerne ab dem neuen Schuljahr genommen.

Im zweiten Teil stellte Musiklehrer Sebastian Spichal die Inhalte des Schlagzeugunterrichts vor und demonstrierte dies stellvertretend mit drei seiner Schüler. Raphael Pohl hatte seinen ersten Auftritt bei einem Küpser Konzert mit einem Duett am Marimbaphone „Hörst du zu?“ und der „Etüde 31“ an der kleinen Trommel. Er demonstrierte die ersten Schritte nach gut 2 Jahren Unterricht. Dabei ist eine umfassende Ausbildung nicht nur am Schlagzeug, sondern auch an allen anderen Percussionsinstrumenten. Gleiches zeigte auch Moritz Weinmann, der ebenfalls mit seinem Lehrer zunächst die Übungen an der kleinen Trommel zeigte und dann sein erstes eigens komponierte Drumset-Solo dem Publikum präsentierte: das „Solo Nr. 008“. Raphael Hanft stellte zum Schluss das Können eines Schlagzeugers nach mehreren Jahren Unterricht vor. Mit dem „Dritten Duett“ wurde zunächst wieder die Übung an der kleinen Trommel präsentiert, anschließend ließ er es so richtig rocken bei „Peppers Island“. Für das Publikum war es interessant, die Leistungssteigerung der jungen Musiker im Verlauf der jahrelangen Arbeit und es fleißigen Übens selbst mitverfolgen zu können. Gleiches boten aus dem Klarinettenregister Anna Piontek und Ina Siegelin. Zunächst spielte Helen Wachter die bekannte Melodie „Auld Lang Syne“, wobei sie am Klavier von ihrer Lehrerin Ina Siegelin begleitet wurde. Besonders reizvoll, dass sie diese junge Klarinettistin dem Publikum selbst vorstellte. Helen Wachter spielt erst wenige Monate und meisterte ihren Auftritt sehr gut. Im Anschluss konnte das Publikum wieder hören, wie sich Musiker weiterentwickeln können. Ina Siegelin spielte mit Anna Piontek den Bolero Nr. 10 von G.B. Gambero.

Mittlerweilen platzte der improvisierte Konzertsaal im Probenheim Küps aus allen Nähten. Zahlreiche Eltern mit ihren Kindern und Musikinteressierte hatten sich eingefunden, Instrumente auszuprobieren und sich über die Unterrichtsmöglichkeit für das nächste Schuljahr zu informieren. So gab Musikschulleiter Holger Pohl den ersten Stock des Probenheims frei. Hier konnten die Eltern sich bei Kaffee und Kuchen kurz entspannen, während alle Instrumente des Blasorchesters von der Oboe bis zum Sousaphon aufgebaut waren. Die Lehrer und Ausbilder der Musikschule, sowie viele Orchestermitglieder des Symphonischen Blasorchesters Küps hatten alle Hände voll zu tun, dem Ansturm Herr zu werden und bald konnte man aus jedem Zimmer die unterschiedlichsten Versuche wahrnehmen, aus einem Instrument doch einen Ton zu entlocken.

In der Zwischenzeit wurde der Probenraum bereits für den nächsten Höhepunkt umgebaut. Das neugegründete Kidsorchester Küps hatte an diesem Tag noch seine Premiere. Unter Leitung von Ina Siegeling und mit Moderation von Musikschulleiter Holger Pohl stellte sich dieses jüngste Orchester der Küpser Musikschule zum ersten Mal seinem Publikum.

Nach dem ersten Stück, der „Eröffnungsmusik“ von Franz Watz, erkläre Holger Pohl wie die Arbeit mit einem so jungen Orchester Woche für Woche aussieht. Bei den einfachen Stücken spielen alle Musiker noch die gleiche Stimme, so konnte sich jeder noch am Nebenmann orientieren. Gemeinsam anfangen und gemeinsam aufhören war das erste Ziel. Mit „American Patrol“ „When the Saints go marching again“ wurde dies gerade den Kindern, die Instrumente ausprobieren wollten vorgeführt. Dabei spielte jedes Register einmal die Melodie und man konnte die unterschiedlichen Klangfarben der Orchesterinstrumente schön voneinander unterscheiden. Eine Stufe schwieriger wird es dann schon, wenn die einzelnen Stimmen auch unterschiedliche Melodien spielen müssen und nicht mehr jeder das gleiche musiziert. Jetzt muss man schon alleine seine Stimme halten können, ungeachtet was vielleicht der Nebenmann gerade spielt. „Mit den Werken“ „Let´s Rock“ und „School Spirit“ gelang das dem Kidsorchester ganz prima. Die Premiere konnte somit als gelungen gefeiert werden und war gleichzeitig auch die Generalprobe für den erste Auftritt außerhalb der Mauern des Küpser Probenheims. Am Sonntag stellte sich das Kidsorchester auch beim Kreisspielfest am Schulzentrum Kronach dem Publikum vor. Den Abschluss bildete das momentane Lieblingsstück des Orchesters, der „Power Rock“, eine Hommage an die unvergessene Gruppe „Queen“. Bürgermeister Bernd Rebhan überreichte der frischgebackenen Dirigentin einen Blumenstrauß und hob den musikalischen Werdegang von Ina Siegelin in den vergangenen Jahren an der Musikschule Küps hervor. Von den ersten Anfängen im Schüler- und Jugendorchester Küps über eine zweimalige Gold-Absolventin bis hin zur Dirigentenassistenz und nun selbst in der Dirigentenausbildung stehend, brachte sich Ina jedes Jahr gewinnbringend für die Küpser Musikbewegung ein. Dem neuen Kidsorchester wünschte er auch für den kommenden Auftritt alles Gute.

Die Mitglieder des Kidsorchesters sind:

Querflöten:                 Anna Feldtmann, Johanna Schmitt, Franca Bittruf

Klarinetten:                Laurena Biergans, Franziska Lindner

Trompeten:                Luis Müller, Helena Zeder, Philipp Förtsch

Tuba:                          Holger Pohl

Schlagzeug:                Jannik Will, Moritz Weidmann, Raphael Pohl, Nico Pischek.

Damit näherte sich der Tag der offenen Tür allmählich dem Ende. Musikschulleiter Holger Pohl dankte dem Förderverein für die Küpser Orchester für die Bewirtung und Unterstützung in der Ausrichtung dieses musikalischen Nachmittags. Ebenso der Bläserjugend mit Vorsitzendem Florian Neblich, die sich um die jungen Musikerinnen und Musiker auch außerhalb der Probenarbeit kümmerten und sie auch beim Kreisspielfest tatkräftig mit unterstützen werden. Besonderer Dank galt Johannes Piontek, der sich in bewährter Weise wieder um die Ausstattung der Instrumentenstraße kümmerte, sowie allen Musiklehrern, Ausbildern und Musikern der Orchester , die den Ansturm an der diesjährigen Instrumentenstraße bewältigt hatten.

Für die Orchester der Küpser Musikschule endet das Konzertjahr noch mit zahlreichen Auftritten. So spielte das Schüler- und Jugendorchester Küps unter Leitung von Anna Piontek beim Hinterviertler Bergfest. Das Symphonische Blasorchester Küps unter Leitung von Wolfgang Riedel wird noch zur Küpser Kirchweih sein traditionelles Kirchweihkonzert am Sonntag, den 28. Juli geben und wird auch am 4. August auf der Seebühne der Landesgartenschau Kronach zu hören sein. Auch im kommenden Schuljahr sind die Terminpläne bereits gut gefüllt. Neben einem Benefizkonzert im Herbst zur Förderung der Jugendarbeit im Kreiskulturraum Kronach, werden die Orchester wieder mit wunderschönen Weihnachtskonzerten aufwarten und das Symphonische Blasorchester wird im November am Bayerischen Konzertwettbewerb in München teilnehmen.

Neunanmeldungen für alle Bereiche der Küpser Musikschule werden ab sofort entgegengenommen. Dies gilt nicht nur für den Einzelunterricht, sondern auch für die Musikalische Früherziehung.

Küpser Musikschüler auf der Bühne

„Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und die Kinder und Jugendlichen wollen zeigen, was sie gelernt haben.“, so begrüßte Musikschulleiter Holger Pohl herzlich Eltern, Großeltern und Musikbegeisterte zum Vorspielabend der Musikschule Küps. Aus allen Sparten zeigten Kinder ihr Können und egal ob Groß oder Klein – alle Künstler standen sicher auf den Brettern, die die Welt bedeuten und ernteten viel Applaus für ihre Darbietungen.

Traditionell beginnen immer die Anfänger, die erst wenige Wochen oder Monate an einem Instrument arbeiten, aber schon die Möglichkeit eines Vorspielabends nutzen wollen. So zeigten Elias Fritz und Jana Bolinger am Klavier, sowie André Dietrich am Keyboard ihr Können. Gleich im Anschluss zeigten sich auch die hohen Blechbläser an der Trompete und dem Tenorhorn von ihrer besten Seite. Philipp Förtsch, Luis Müller und Moritz Höfner meisterten ihren ersten Auftritt mit großem Erfolg.

Die jüngste Schülerin dieses Vorspielabends war wohl Leni Volkmer, die an der Gitarre mit ihrem Lehrer Michael Frey das Lied „Sascha“ vortrug. Erster Höhepunkt des Abends war dann die Premiere des Gitarren-Sextetts mit Luisa Wachter, Leonie Rebhan, Isabel Scholz, Annabel Scholz, Nicole Kranz und Alina Gäßlein. Sie spielten in perfekter Gleichheit „Donna Donna“.

Am Saxophon stellte sich im Anschluss Milio Ramming mit zwei kleinen Volksliedern vor, bevor die bereits fortgeschrittenen Schüler an die Reihe kamen. Am Klavier wurden zarte Melodien von Nancy Pischek und Alina Schaub vorgetragen. Matti Hertel stellte mit zwei Werken die unterschiedlichen Möglichkeiten des Keyboardspiels eindrucksvoll vor.

Das Waldhorn – die Königin Blechblasinstrumente – kam mit Jakob Schmitt nun zum Zug. Besonders reizvoll, dass gemeinsam mit seinem Lehrer Alexander Ritz gleich zwei Waldhörner im Duett erklingen konnten. Die fortgeschrittenen Gitarrenspieler übernahmen nun wieder die Bühne. Waren die Klänge bei Nicole Kranz mit ihrem „Carneval de Manha“ noch sanft und südamerikanisch angehaucht, zeigte Frederic Herrmann eine ganz andere Seite des Gitarrenspiels. Er rockte „Highway to Hell“ mit einem beeindruckenden Solo der australischen Hardrockband ACDC.

Die Schlagzeugabteilung des Symphonischen Blasorchesters baute im Anschluss kurzfristig die Bühne um und stellte vor allem die Vielfalt der Stabspiele vor. Lukas Dittrich brachte gemeinsam mit seinem Lehrer gleich zwei Titelmelodien aus den Super Mario-Computerspielen zu Gehör. Pascal Krybus sorgte am Vibraphone nicht nur durch zahlreich eingebaute Gags für großen Applaus, bevor er dann im Ensemble mit Marcel Gäbelein und seinem Lehrer Alexander Ritz am Schlagzeug „Cordula Grün“ spielte.

Höhepunkte des Abends waren schließlich die schon professionellen Beiträge von Alexander Pakulat an der Gitarre mit „Slow Dancing in a Burning Room“ von Mike Davers, sowie Anika Wige am Klavier mit „Andrea“ und dem „Allegro aus Sonate B-Dur“ von Haydn gespielt von Alexandra Kempf ebenfalls am Klavier. Beide Klavierspielerinnen wurden von ihrer Lehrerin Larissa Eggloff als sehr strebsam beschrieben, da sie in wenigen Jahren dieses Niveau von Null anfangend erreicht haben. Beide Schülerinenn konnten in diesem Jahr auch ihr Abitur mit der Note 1 abschließen, Alexandra Kempf bereitet sich zurzeit intensiv auf die Aufnahmeprüfungen für ein Musikstudium vor.

Dritter Bürgermeister Thomas Meyer bedankte sich bei allen Vorspielern, besonders bei den kleinen Künstlern, die an einem solchen Abend besonders mit dem Lampenfieber zu kämpfen hatten. Er dankte allen Lehrkräften, die die Kinder für den heutigen Auftritt perfekt vorbereitet hatten. Dies waren im Einzelnen: Für den Bereich Klavier Larissa Eggloff und Xin Liu, für das Keyboard Klaus Pfreundner, Gitarre Michael Frey, für die Trompete und Tenorhorn Anja und Andreas Geißer, Saxophon Alexandra Kempf, Schlagzeug und Waldhorn Alexander Ritz. Musikschulleiter Holger Pohl dankte der Marktgemeinde für die immerwährende Unterstützung der Musikbewegung in Küps und lud bereits zum nächsten Abschlusskonzert und gleichzeitig Tag der offenen Tür am Samstag 13. Juli ab 15:00 Uhr ins Probenheim ein. An diesem Tag werden nicht nur die Kinder der musikalischen Früherziehung ihr Abschlusskonzert geben, auch das neugegründete Kidsorchester wird seine Premiere feiern können. Für alle interessierten Kinder und Eltern steht eine Instrumentenstraße zum Ausprobieren aller möglichen Instrumente zur Verfügung.

Küpser Orchester weiter auf Erfolgskurs

Der Musikverein Burghaig aus Kulmbach feierte 100jähriges Jubiläum und bot Wertungsspiele an. Die beiden Küpser Orchester nahmen diese Möglichkeit gerne war, um ihren jährlichen Besuch eines Wertungsspiels abzulegen.

Besonders das Schüler- und Jugendorchester Küps unter der Leitung von Anna Piontek durfte am Ende des Tages feiern – sie holten in drei Jahren die vierte Auszeichnung in der Unterstufe in Folge. Eine Leistung, die seinesgleichen sucht und die konsequente Ausbildung, aber auch den Zusammenhalt dieser jungen Truppe deutlich unterstreicht. Anna Piontek war es auch, die das Schüler- und Jugendorchester mit großem persönlichem Einsatz wiederbelebte. Aus einer kleinen Bläsergruppe mit anfangs nicht einmal 10 Musikern, formte sie gemeinsam mit Johannes Piontek in den vergangenen Jahren und mit Unterstützung durch Musikschule, Förderverein und altgedienten Musikern des Symphonischen Blasorchesters ein stattliches Orchester mit mittlerweile 30 Musikerinnen und Musiker. Zugangsvoraussetzung für dieses Orchester ist das Leistungsabzeichen in Bronze. Das Schüler- und Jugendorchester Küps stellte als Pflichtstück „The Magic Book“ und als Wahlstück „Apollo 11“ vor. Die junge Mannschaft überzeugte die Wertungsrichter auf ganzer Linie und konnte sich am Ende über das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ freuen.

Das Schüler- und Jugendorchester beim Wertungsspiel

Knapp dahinter, wenn auch in einer ganz anderen Kategorie positionierten sich auch die „Alten“. Das Symphonische Blasorchester Küps unter Leitung von Wolfgang Riedel trat mit den Stücken „Flowers of Dreams“ und „Lexicon of the Gods“ in der Höchststufe an und verfehlte die „Auszeichnung“, die mindestens 91 von 100 möglichen Punkten verlangt, nur knapp mit 89 Punkten. Somit erhielten sie das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“. Das Orchester bereitet sich zurzeit parallel zum Wertungsspiel in Burghaig auch auf den bayerischen Orchesterwettbewerb in München im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks vor. Da auch dort im Herbst neben einem vorgegebenen Pflichtstück ein Wahlstück präsentiert werden kann, nutzte Dirigent Wolfgang Riedel das Wertungsspiel in Burghaig auch dazu, den dafür am besten geeignetsten Kandidaten auszuwählen und die Kritikpunkte des Wertungsgerichts bis zum Herbst umzusetzen. Die Stimmung im Festzelt bei der Verkündung der Ergebnisse war bei der Küpser Fraktion groß und stolz wurden die Urkunden der Wertungsspielen entgegen genommen.

Das symphonische Blasorchester beim Wertungsspiel

Trotz der erfolgreichen Wertungsspielteilnahme ist die Saison für die beiden Orchester noch lange nicht beendet. Bis Anfang August werden beide Orchester in Küps und Umgebung noch öfter zu hören sein. Wer sich über die Musikausbildung in Küps informieren möchte und auch das ganz neugegründete Kidsorchester Küps bei seinem Premierenauftritt erleben möchte, ist herzlich am Samstag, 13. Juli im Probenheim Küps zum Tag der offenen Tür der Musikschule eingeladen. Ab 15:00 Uhr werden dort neben dem Kidsorchester auch die Musikalische Früherziehung ihr Abschlusskonzert geben.

Oscarreife Nacht der Filmmusik

Ganz großes Kino: Beim Galakonzert „Kino Kino“ begeistern Wolfgang Riedel sowie das Symphonische Blasorchester und das Schüler- und Jugendorchester Küps unter der Leitung von Anna Piontek mit einem Potpourri der großen Filmmusik. Das Publikum dankt es mit stehenden Ovationen.

von Sabine Raithel

Was für ein Abend: Da hielt es selbst gestandene Honoratioren wie den Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan oder Altbürgermeister Herbert Schneider, den Kronacher Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, Kreisrat Hans Rebhan oder den Hausherrn der Küpser Schule, Hans-Peter Müller, sowie mehr als 300 weitere Zuhörer in der vollbesetzten Küpser Turnhalle kaum noch auf den Sitzen. Orchesterleiter Wolfgang Riedel hatte zum Galakonzert geladen – ein kulturelles Glanzlicht, das auch in diesem Jahr Gäste aus der ganzen Region und darüber hinaus angezogen hatte. Das diesjährige Konzert stand ganz unter dem Motto „Kino Kino“. Und das waren zweieinhalb Stunden ganz großes cineastisches Hörerlebnis und Emotion pur: mitreißende Soundtracks, unterhaltsame Zwischenmoderationen, wohldosierte Gags, gekonnt ausgewählte Bildeinspielungen und vor allem professioneller „Bigband“-Sound.

In einer kurzen Einführung erinnerte Wolfgang Riedel daran, dass es auch in Küps früher – ungefähr zwischen den 1940er und 1970er Jahren – einmal ein Kino gegeben habe. In einem kurzen Abriss gab er einen Einblick über die Geschichte der Filmmusik – beginnend 1895 in Frankreich mit einem Stummfilm der Brüder Lumière, über die erste orchestrale Filmmusik zu Beginn der 1940er Jahre, der Leitmotiv-Technik in den großen Blockbuster-Filmen wie „Star Wars“ und den elektronischen Einflüssen seit den 1980er Jahren.

„Kino Kino“ war eine Zeitreise durch diese Filmgeschichte. Gerahmt von zwei riesigen „Oscars“ begannen die 25 jungen Musiker des Schüler- und Jugendorchesters Küps, unter dem Dirigat von Anna Piontek, in der Gegenwart mit Highlights aus dem Film „La La Land“. Spätestens mit den bekannten Themen aus „Out of Africa“ und „Grease“ hatte das Orchester seinem Publikum mit viel Verve gekonnt eingeheizt und auf das Konzert des Symphonischen Blasorchesters eingestimmt.

Das gut 60köpfige Symphonische Blasorchester Küps feiert in diesem Jahr sein 35jähriges Bestehen. Seit über 30 Jahren wird es von Wolfgang Riedel geleitet. Die Musiker entführten ihr Publikum in die Welt von „Ben Hur“; ließen „The Cowboys“ durch die Halle reiten und das Publikum vor den Dinosauriern im „Jurassic Park“ erschaudern. Die Zuhörer fieberten vor Spannung mit „Struppi“, dem kleinen Hund von Tim in „Tintin – the prisoners of the sun“, und sie schwelgten mit Ennio Morricones Meisterwerk „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film „The Mission“ – virtuos dargeboten mit einem gefühlvollen Solo von Linda Weise (Oboe), das vom Publikum mit langem Applaus bedacht wurde. Nach der Pause ließ „Rocky“ mit dem Titel „Gonna fly now“ die Fäuste durch die Küpser Turnhalle wirbeln. Hier erntete Andreas Schosch (Trompete) mit seinem Solo nicht nur vom Publikum, sondern auch von seinen Musikerkollegen stehenden Beifall. Fröhlich und beschwingt ging es weiter mit „Madagaskar“. Gefährlich – aber nicht ohne das nötige „Sexappeal“ – machte sich der wohl berühmteste Geheimagent der Welt, „007, James Bond“ auf die Jagd nach dem Bösen – oder einem geschüttelten Wodka Martini. Mit Hasenohren und neckischen Schleiern machten sich die Musiker dann bereit für „Bugs Bunny“ und die „Bezaubernde Jeannie“, gefolgt von dem geschmeidigen „Pink Panther“ – und dem trotteligen Komikerpärchen „Dick und Doof“, die dann höchstselbst in Küps ihre Späße trieben. Martin Repper und Max Feldtmann gaben nicht nur in einer sehr gelungenen pantomimischen Einlage das berühmte Comedy-Duo, sondern fegten auch als „Rocky“ oder als „Popcorn-Verkäufer“ durch das Publikum. Den offiziellen Abschluss des Konzerts bildeten große Melodien aus dem „Weißen Rössl“.

Es gibt wohl nur wenige Dinge, die uns auf so einfache Weise mit Glück erfüllen können, die derart präsent sind und einen so großen Einfluss auf unser Leben haben wie Musik. In Filmen lässt oft erst eine gefühlvolle Melodie die Zuschauer in eine Liebesszene eintauchen, treibt ein schneller Beat den Puls bei einer Verfolgungsjagd in die Höhe. Die Musik ist der Puls, der Herzschlag eines jeden Films. Sie entführt in eine andere Welt: Sie strukturiert die Handlung, belebt Szenen mit Atmosphäre und bringt uns Gefühle näher. Man kann sich ihr nicht entziehen – und nimmt sie doch kaum wahr. Und doch weiß jeder schon bei den ersten Takten von Filmmusik wie „James Bond: Goldfinger“ oder „Bezaubernde Jeannie“ was gemeint ist: Das Kopfkino beginnt Bilder abzuspulen; Erinnerungen und Emotionen flammen auf. Wolfgang Riedel und seine Musikerschar haben an diesem Abend genau das geschafft: Sie haben mit Musik bewegende Geschichten erzählt und hinreißende Bilder entstehen lassen.

Im „Abspann“ dankte Bürgermeister Bernd Rebhan Riedel, Anna Piontek und ihren Musikern: „Sie sind wirkliche Profis! Wolfgang Riedel, der die ganze Show ersonnen hat, ist ein großer ‚Creativ Director‘!“. Er dankte aber auch den zahlreichen Helfern hinter der Bühne wie den Licht- und Bühnentechnikern Swen Müller und Andreas Zapf, dem Kreativteam unter Leitung von Lisa Gratzke und Claudia Weidmann, dem Leiter des Fördervereins für die Küpser Orchester, Michael Scheler, der „Mutter des Orchesters“, Gabi Pohl, sowie den Sponsoren.

Festliche Klänge zum Weihnachtsfest

Das 4. Adventswochenende ist seit über 20 Jahren in der Marktgemeinde Küps bekannt für das traditionelle Adventskonzert des symphonischen Blasorchesters Küps in der St.-Marien-Kirche in Johannisthal. Das Konzert stimmt auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage mit klassischen und besinnlichen Melodien ein. Nachdem vor zwei Jahren dieses Konzert zum ersten Mal in Lichtenfels ein zweites Mal aufgeführt wurde, war 2018 wieder ein Doppelkonzert in der Kirche Hl. Familie in Lichtenfels möglich. An beiden Konzerten wurde das Orchester unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Riedel mit stehenden Ovationen für ihre Bemühungen, die Weihnachtszeit festlich mit Musik einzuläuten, bedankt.

Nach dem Ende des Kirchengeläuts  eröffnete die Fanfare „On this day earth shall ring” die Konzerte.  Trompetenfanfaren gepaart mit gewaltigen Röhrenglockenklängen gaben keinen Zweifel daran, dass die festliche Zeit der Weihnachtsfeiertage nun kurz bevor stand. Das Orchester wurde herzlich vom Pfarrer der Lichtenfelser Kirche Herrn Thottankara und Diakon Dr. Georg Zenk in Johannisthal begrüßt.

Mit „Magnolia“ brachte das Orchester eine Auftragskomposition zu Gehör, die eigentlich dem Luftwaffenmusik 3 Münster gewidmet ist. Sie haben die Magnolie als Symbol und Wappen in ihrer Einheit. Dem dortigen Dirigent Timo Oliver Chadik des Luftwaffenmusikkorps wurde mit seiner Einheit dieses Werk gewidmet. Es symbolisierte für die Küpser Musiker auch die Verbundenheit zu all den Menschen, die auch während der Feiertage ihren Dienst für Deutschland in der Heimat oder im Ausland absolvieren.

 

Das Gebet und die anschließende Jubelfeier im Werk „Prayer and Jubilation“ brachte im ersten Teil die Ruhe und Besinnlichkeit eines stillen Gebets wieder, schwenkte dann aber in einem Festakt ähnelnden zweiten Teil um. Warme Klänge der Holzbläser wurden durch strahlende Blechbläserpassagen abgelöst. Der Kontrast zeigte sich besonders reizvoll und kam in beiden Kirchen durch die große Akustik besonders gut an.

Leiter der Musikschule Küps Holger Pohl berichtete in zwei selbst entworfenen Weihnachtsgeschichten über die Weihnachtszeit von heute und scheute sich auch nicht, der heutigen Gesellschaft den Spiegel der Unersättlichkeit, Kommers und Eitelkeit vorzuhalten. Seine Worte hallten bei vielen Konzertbesuchern noch lange nach und wurden durch besinnliche Stücke wie „Rushmore“ oder der großen „Weihnachtsouvertüre“ noch unterstützt.

 

Premiere konnte beim Adventskonzert 2018 das neu gegründete Brass-Ensemble „Brassd scho“ feiern. Die sechs Vollblutmusiker und erfahrenen Stützen des Orchesters formierten sich spontan bereits vor mehreren Jahren und stellten einen reizvollen Kontrast und feinfühligen Klang zum großen Orchester mit den beiden Werken „Tochter Zion“ und „Es wird scho glei dumpa“ dar. Man darf bereits auf weitere Auftritte des Ensembles gespannt sein.

Der eigentliche musikalische Höhepunkt des Orchesters stellten die beiden großartigen Arrangements von „Dona Nobis Pacem“ und dem „St. Stephan Choral“ dar. Letzteres Werk von Otto M. Schwarz erzählt in einer symphonischen Dichtung über einen Tag im berühmten St. Stefans-Dom in Wien. Vom vorsichtigen Aufsperren des Domportals am frühen Morgen über die großartigen Konzerte und Gottesdienste im Verlauf des Tages bishin zum Verklingen des Tages in den späteren Abendstunden konnten die Zuhörer des Konzerts einen Tag in diesem großen Gotteshaus verfolgen, sie waren bei Freud und Leid eines Kirchentags musikalisch mit dabei. Die vollen Klänge brachten den Zuhörern eine wohlige Gänsehaut.

Das Finale des diesjährigen Konzerts bildeten zwei modernere Werke „Christmas Pipes“, das irische Folklore in die Kirchen brachte und „Santa´s Journey“. Dieses Arrangement beschreibt in humorvoller Art und Weise die Reise des Weihnachtsmannes mit seinem Rentierschlitten durch die Nacht – immer in Eile, auch alle Kinder der Welt rechtzeitig mit den Geschenken zu erreichen. Pannen natürlich inklusive. Nach den festlichen und oftmals auch nachdenklich stimmenden Werken 2018, ließen gerade diese letzten beiden Stücke des Orchesters keinen Zweifel offen: Weihnachten ist das  Fest der Freude.

Bürgermeister Bernd Rebhan bedankte sich in Johannisthal recht herzlich für diese besinnliche Stunde, die den Heiligen Abend vielen erst so richtig nahe bringen konnte – arbeiteten doch viele in der heutigen Zeit bis zur letzten Minute vor der Bescherung. Er dankte dem Dirigenten Wolfgang Riedel für das wunderschöne Konzert, Familie Pohl für die Vorbereitungen, dem Förderverein mit Michael Scheler für die Unterstützung und dem Antrieb der Küpser Musikbewegung.

Traditionell endete auch dieses Adventskonzert mit dem Klassiker „Stille Nacht“. Die vollbesetzte Kirche in Johannisthal bedankte sich mit langen Standing Ovations, wie schon am Tag zuvor die Lichtenfelser Konzertbesucher.

Die beiden Küpser Orchester haben nach ihren insgesamt drei Konzerten in der Adventszeit in Schmölz, Lichtenfels und Johannisthal eine Ruhepause wohl verdient. Vier Auszeichnungen gingen alleine in diesem Jahr nach Küps und die Weichen sind für 2019 bereits gestellt. Pünktlich nach den Faschingstotalitäten warten beide Orchester unter dem Motto „Kino, Kino!“ am 9. und 10. März mit ihrem Jahreskonzert auf. Karten sollte man sich zu diesem musikalischen Ereignis bereits jetzt sichern.

Schüler- und Jugendorchester verzaubert Publikum

Küps. Unter Leitung von Johannes und Anna Piontek verzauberten das Schüler- und Jugendorchester Küps und das Saxophonensemble der Musikschule Küps „Just4Sax“ in der Pfarrkirche St. Laurentius in Schmölz. Die jungen Musikerinnen und Musiker wurden von einem begeisterten Publikum zum Ende des Konzerts mit Standing Ovations für die wochenlange, konzentrierte Probenarbeit belohnt.

Pünktlich um 17.30 Uhr nach festlichem Glockengeläut eröffnete das Orchester mit „Christmas Overture“ das Weihnachtskonzert. Pfarrer Gerald Munzert freute sich sehr, dass die Schmölzer Kirche auch heute wieder Gastgeber für das Schüler- und Jugendorchester Küps sein durfte. Er hob besonders den Fleiß der jungen Leute hervor und dankte bereits im Vorfeld dafür, dass man heute in der Hektik der Vorweihnachtszeit eine gute Stunde Ruhe und Besinnlichkeit quasi frei Haus geliefert bekommt. Das Orchester fuhr mit „Yellow Mountains“ im Programm fort. „Cantique de Noel” stellte im ersten Teil einen musikalischen Höhepunkt dar. Verschieden Weihnachtsmelodien wurden hierbei von Robert Smith in kunstvoller Art und Weise miteinander verwoben und variiert. Das Orchester meisterte dabei dieses höchst anspruchsvolle Werk bravourös und erntete großen Applaus.

Holger Pohl hatte auch in diesem Jahr für das Schüler- und Jugendorchester zwei Weihnachtsgeschichten verfasst und trug seine Version eines missglückten Plätzchenbackversuchs des Orchesters vor. Gott sei Dank fand auch diese Geschichte von den Gipsplätzchen und einem Orchester auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten ein gutes Ende.

Besonders festlich wurde es, als das Orchester den „Ukrainian Bell Carol“ anstimmte. Man konnte sich nur schwer vorstellen, dass diese komplexe Klangfülle von gerade einmal knapp 30 Musikerinnen und Musiker gezaubert wurde. Leicht hätte man auf die doppelte Anzahl tippen können.

Weitaus graziler wurde nun das Programm durch das Saxophonensemble „Just4Sax“ fortgeführt. Das Ensemble mit Ina Siegelin, Nadja Wolf, Stefan und Marius Sünkel unter Leitung von Anna Piontek zeigten in drei völlig unterschiedlichen Stilistiken Kompositionen von Tschaikowskys Nussknackersuite, den „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ bis zum modernen „Rudolph, the red-nosed reindeer“ ihr Können. Die Gegensätzlichkeit eines großen Jugendorchesters mit einem Quartett erwies sich als besonders reizvoll.

In der zweiten Geschichte über ein Räuchermännchen, dass in der heutigen Zeit, einer Familie die Traditionen von Weihnachten wieder näher bringt, berichtete Holger Pohl, dass die heutige Elterngeneration sich an ihr Weihnachtsfest von damals erinnern sollte und damit auch entscheiden muss, was sie nun ihren Kindern an Traditionen weitergeben möchte. Das Orchester beendete im großen Finale ein prachtvolles Adventskonzert mit Werken wie „Gabriellas Sang“ und einem anspruchsvollen Querschnitt aus dem Kinofilm „Frozen“.

Bürgermeister Bernd Rebhan zeigte sich begeistert vom Können des Orchesters und der liebevollen und konsequenten Führungsarbeit von Anna und Johannes Piontek. Gerade zur Weihnachtszeit sei man sich der Fähigkeit Musik machen zu können und damit Wärme und Geborgenheit in die Herzen der Menschen zu zaubern, erst wirklich bewusst. Damit machte das Orchester den heutigen Konzertbesuchern in der voll besetzten St. Laurentius Kirche ein besonderes Weihnachtsgeschenk. Er durfte namens der Marktgemeinde an das Dirigentenehepaar Piontek Blumen als Zeichen der Anerkennung überreichen. Nach dem Konzert lud das Orchester passend zu den gehörten Weihnachtsgeschichten zu Plätzchen und Glühwein vor der Kirche ein. Dieses Angebot wurde dankend angenommen und so klang ein besinnlicher und anspruchsvoller Konzertabend in Schmölz aus. Nicht jedoch, bevor auch die Gemeinde gesanglich das Orchester bei der Zugabe „Tochter Zion“ unterstützen durfte.

Auszeichnungen krönen das vergangene Musikjahr

Küps. Am 22. November fand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die Küpser Orchester e.V. statt.

Vorsitzender Michael Scheler begrüßte alle anwesenden aktiven und passiven Mitglieder im Gasthaus Bauer in Schmölz und freute sich über das große Interesse an der Versammlung. Er begrüßte besonders ersten Bürgermeister Bernd Rebhan, zweite Bürgermeisterin Helga Mück, alle anwesenden Marktgemeinderäte und die Ehrenmitglieder des Vereins sowie aus der Nachbargemeinde Weißenbrunn ersten Bürgermeister Egon Herrmann.

Zur Jahreshauptversammlung wurde fristgerecht eingeladen und es gab keine Einwände gegen die Tagesordnung. Nach dem Totengedenken verlas Schriftführerin Jasmin Pohl das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung. Dieses wurde von allen Anwesenden genehmigt.

Besonders freute sich  der Förderverein, dass neben dem stellv. Bezirksvorsitzenden und Kreisvorsitzender Wolfgang Müller auch der stellv. Kreisvorsitzende Alexander Klug den Ehrungstermin zur Jahreshauptversammlung wahrnehmen konnten und somit die enge Verbundenheit des Kreisverbandes zur Küpser Musikbewegung bewiesen wurde. Beide führten die Ehrungen für 5, 10, 20 und 25 Jahre durch. Diese waren:

5 Jahre: Lucy Höfner, Ina Siegelin, Thomas Keberlein, Florian Neblich, Enya Wiesmann, Nadja Wolf, Marie Siegelin, Lena Rebhan

10 Jahre: Giovanna Lombardo, Katja Neubauer

20 Jahre: Marcel Föhrweißer, Marcus Förtsch, Stefan Sünkel, Anna Sachs

25 Jahre: Katrin Deuerling

Im Anschluss ehrte Vorsitzender Michael Scheler zusätzlich für 15 Jahre als aktive Musikerin Katrin Repper und die passiven Mitglieder Anita Schosch, Egon Herrmann und Christine Wunder für 25 Jahre.

 

 

 

 

 

 

Michael Scheler berichtete über die vielen Einsätze des Fördervereins. Er bedankte sich bei seiner Vorstandschaft für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Besonders hob er das erfolgreiche Jahreskonzert, die Weihnachtskonzerte beider Orchester und die vierfache Auszeichnung der Orchester bei den Wertungsspielen hervor. Er unterstrich die Arbeit des Fördervereins in der Instandhaltung des Probenheims, der Förderung junger Musiker in der Ausbildung sowie die Ausrichtung zahlreicher Gemeinschaftsaktivitäten, wie Feiern und Ausflügen. Abschließend bedankte er sich bei der Marktgemeinde Küps und bei der Grund- und Mittelschule Küps unter der neuen Führung von Hans-Peter Müller für die gute Zusammenarbeit und die immerwährende Unterstützung.

Es folgten die Berichte des Dirigenten Wolfgang Riedel für das Symphonische Blasorchester und des Dirigenten Johannes Piontek für das Schüler- und Jugendorchester. Beide konnten auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. Über ihre doppelten Auszeichnungen und der positiven Kritik der Wertungsrichter freuten sich beide am meisten. Wie Johannes Piontek berichtete, laufen die Planungen für die Wiederbelebung des Kidsorchesters im Jahr 2019 bereits, während Wolfgang Riedel die Möglichkeiten der Teilnahme an einem Orchesterwettbewerb aufzeigte. Die Vorsitzende der Bläserjugend Katrin Repper berichtete über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Die Ausflüge nach Pottenstein in den Kletterwald und der Besuch der Laser-Arena in Marktzeuln bildeten die Höhepunkte. Michael Scheler bedankte sich bei der scheidenden Vorsitzenden der Bläserjungend für die hervorragende Arbeit in den zurückliegenden Jahren.

Kassiererin Katharina Meusel legte den Kassenbericht für das Jahr 2017 dar. Kassenprüfer Klaus Rasokat gab einen positiven Bericht zur Kassenprüfung ab, woraufhin die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Nach zwei Jahren fanden turnusgemäß die Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Der Wahlausschussvorsitzende Bernd Rebhan führte die Wahlen durch. Gewählt wurden:

Vorsitzender Michael Scheler, 2. Vorsitzende Marlene Stägemeier, Kassiererin Katharina Meusel, Schriftführerin Jasmin Pohl, Beisitzer Andreas Schosch, Lisa Gratzke, Susanne Müller, Katrin Höfner, Kassenprüfer Bernd Rebhan und Klaus Rasokat.

Alter und neuer Vorstand Michael Scheler bedankte sich bei der ausscheidenden Beisitzerin Petra Wiesmann mit einem Obstkorb für ihre Unterstützung und gratulierte der neugewählten Beisitzerin Katrin Höfner zu ihrer Wahl.

Bürgermeister Bernd Rebhan hob in seinem Grußwort die Aktivitäten der Küpser Musikbewegung und speziell des Fördervereins hoch. Er bedankte sich im Namen der Marktgemeinde für das große Engagement. Jeder der Anwesenden dürfe sich als Mitglied der Musikfamilie Küps sehen. Auch für die Zukunft sicherte er den Orchestern seine volle Unterstützung zu.

Nach knapp zwei Stunden konnte der Vorsitzende die Versammlung beschließen.

Orchester holen erneut 2 Auszeichnungen

Küps. Am vergangenen Wochenende feierte das befreundete Orchester aus dem Landkreis Forchheim, die Jugend- und Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand, ihren 60. Geburtstag mit einem Bundesbezirksmusikfest.

Alleine am Festsonntag nahmen 62 Gruppen und Kapellen aus dem gesamten Einzugsgebiet des Nordbayerischen Musikbundes am großen Festzug durch Neunkirchen am Brand teil. Zu Beginn sprach auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim großen Gemeinschaftschor direkt zu den rund Tausend Musikern.

Der eigentliche Höhepunkt für die Küpser Orchester fand aber bereits schon am frühen Morgen statt. Bereits um 7.30 Uhr fuhr das Schüler- und Jugendorchester Küps nach Neunkirchen am Brand ab. Sie hatten unter Leitung von Johannes Piontek ihr Wertungsspiel bereits kurz nach 10 Uhr. In der Unterstufe brachten sie vor den kritischen Ohren des Wertungsgerichts die Stücke: „Yorkshire Ballade“ und „The Magic Book“ zu Gehör. In der schwülwarmen Halle behielten aber alle Musikerinnen und Musiker einen kühlen Kopf und glänzten mit einer hervorragenden Darbietung. Das anschließende Wertungsgespräch zwischen dem Wertungsgericht und Dirigenten Johannes Piontek zeigte bereits, dass nur Kleinigkeiten zu beanstanden waren und die Hoffnung wuchs, die Auszeichnung vom März diesen Jahres in Ebensfeld in Neunkirchen zu wiederholen.

Zeitgleich mit der Ankunft des Schüler- und Jugendorchesters startete der zweite Bus in Küps mit dem Symphonischen Blasorchester. Nach einem kurzen gemeinsamen Einspielen in der Mittelschule in Neunkirchen am Brand begann für Küps das zweite Wertungsspiel an diesem Vormittag. Pünktlich um 11.40 Uhr startete das Symphonische Blasorchester seinen Vortrag mit den beiden Höchststufenwerken „Flowers of Dreams“ und „Lexicon of the Gods“. Die Zuhörer in der aufgeheizten Halle waren begeistert, ein musikalischer Höhepunkt beendete das Wertungsspiel des Bundesbezirksmusikfestes.

Nach einer guten halben Stunde war es geschafft, doch für die Musiker gab es noch keine Pause. Während der Dirigent Wolfgang Riedel zum Wertungsgespräch gerufen wurde, war für die Musikerinnen und Musiker beider Orchester schon wieder Eile geboten, denn es mussten die Instrumente für den Festzug fertig gemacht werden und die Busse geladen werden.

Nach dem Gemeinschaftschor und dem Festzug konnten sich dann erst Mal alle im Festzelt des Bundesbezirksmusikfest etwas erholen und das ungeduldige Warten auf die Verkündung der Wertungsspielergebnisse begann. Schließlich war es um kurz vor 18:00 Uhr amtlich. Beide Orchester erreichten mit einer souveränen Punktzahl den „ausgezeichneten Erfolg“ und holten dadurch im Kalenderjahr 2018 die dritte und vierte Auszeichnung nach Küps.

Besonders erwähnenswert ist es, dass beide Orchester in ihrer jeweiligen Leistungsklasse „Unterstufe“ und „Höchststufe“ das jeweils beste Orchester des Wertungsspieltages stellte. Groß war der Jubel und ausgiebig wurde dieses Ergebnis sowohl im Zelt wie auch auf der Heimfahrt gefeiert.

Die Wertungsspielsaison ist für dieses Schuljahr beendet, aber musikalische Auftritte sind für beide Orchester noch etliche im Terminkalender. Neben der musikalischen Pausenumrahmung beim Reitturnier oder dem Nachmittagskonzert beim Hinterviertler Bergfest in Küps, stehen noch die Kirchweihkonzerte Ende Juli und als weiterer Höhepunkt das Konzert zum Freischießen Kronach, nebst Schützenauszug.

Musikalische Einzelleistungen gewürdigt

Allen Grund zum Feiern hatten die Musikerinnen und Musiker der Küpser Orchester, die im Frühjahr erfolgreich an den Leistungsprüfungen D1 und D2 teilnahmen und der Einladung von Bürgermeister Bernd Rebhan ins Rathaus folgten.

Bürgermeister Bernd Rebhan begrüßte die vier Jungmusiker im Großen Sitzungssaal des Küpser Rathauses. Gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden des Fördervereins Michael Scheler und Marlene Stägemeier, der Musikschulleitung Holger und Jasmin Pohl, sowie als Ausbilder die Lehrkraft Alexander Ritz und der Dirigent des Schüler- und Jugendorchesters Johannes Piontek gratulierte er den fleißigen Musikern zu ihren Leistungen. Die Schüler haben hart gearbeitet um bei den Prüfungen erfolgreich zu sein und sind dafür auch belohnt worden. Dank der Unterstützung durch ihre Ausbilder, aber auch durch ihre Familien, haben sie einen weiteren Schritt in ihrer musikalischen Entwicklung gemacht. Er hob die gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Marktgemeinde, Musikschule und Förderverein hervor und wünschte den Musikern für ihre musikalische Zukunft weiterhin viel Erfolg und vor allem die Treue zur Musik.

Musikschulleiter Holger Pohl bedankte sich bei der Marktgemeinde für die Einladung und die Unterstützung. Er freute sich, eine weitere Musikergeneration im Rathaus vorstellen zu dürfen. Das Musikerleistungsabzeichen in Bronze (D1) legte Marcel Gäbelein (Schlagzeug) ab. Isabell Scheler (Querflöte), Thomas Keberlein (Saxophon) und Felix Gräbner (Trompete) bestanden das Musikerleistungsabzeichen in Silber (D2). Die Musiker sind die erfahrenen Stützen des Schüler- und Jugendorchesters und bereits auch im Symphonischen Blasorchester integriert.

Im Anschluss an die Ehrung waren alle Musiker vom Förderverein für die Küpser Orchester e.V. zum Pizzaessen eingeladen.

 

Das Bild zeigt: erste Reihe v. l. n. r.: Felix Gräbner, Thomas Keberlein, Marcel Gäbelein und Isabell Scheler; 2. Reihe v. l. n. r.: Bürgermeister Bernd Rebhan, Ausbilder Alexander Ritz, Marlene Stägemeier, Michael Scheler, Dirigent Johannes Piontek, Musikschulleiter Holger Pohl

 

 

 

Auszeichnung für beide Orchester

Am vergangenen Wochenende bot der Nordbayerischer Musikbund eine Wertungsspielmöglichkeit beim Jubelverein, der Musikvereinigung Ebensfeld, an und viele Orchester nutzten diese Chance, sich einer unabhängigen Fachjury mit einem Konzertvortrag zu stellen. Die lange intensive Vorbereitungszeit beider Orchester hatte sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt. So konnten am Sonntagabend beide Küpser Orchester eine Auszeichnungen in den Händen halten. 

Die Teilnahme an Wertungsspielen hat sich das Orchester seit seiner Gründung auf die Fahne geschrieben. Das allererste Wertungsspiel absolvierte das damals noch Schüler- und Jugendorchester heißende erste Orchester von Küps 1991 beim Landesmusikfest in Garmisch Partenkirchen. Seit diesem Anfang stehen die Wertungsspiele, meist in Verbindung mit dem Besuch eines Musikfestes fest im Terminkalender der Orchester für jedes Jahr. Bei einem Wertungsspiel entscheidet der Dirigent in welcher Schwierigkeitsstufe er antreten will und muss dafür zwei Konzertwerke aus der Empfehlungsliste des Nordbayerischen Musikbundes in der jeweiligen Schwierigkeit auswählen, einstudieren und der Jury vortragen. Dabei reichen die Schwierigkeiten von der Kategorie 1 A bis zur Kategorie 5. Das Schüler- und Jugendorchester Küps unter der Leitung von Johannes Piontek trat dabei in der Kategorie 2, der Unterstufe, das Symphonische Blasorchester Küps unter der Leitung von Wolfgang Riedel in der Kategorie 5, der Höchststufe, an.

Probenarbeit seit September

Die Probenarbeit für das vorab stattfindende Jahreskonzert der Orchester begannen dabei bereits im Herbst und zogen sich bis zum vergangenen Wochenende mit Probenwochenende, Einzelarbeit und Satzproben hin. Guter Brauch ist es, die Wertungsspielstücke einmal unter „Lampenfieberbedingungen“ aufzuführen und so hatten die Orchester diese Stücke auch mit im Programm des diesjährigen Jahreskonzerts „Magic Moments“ eingebaut.

Starker Nachwuchs

Das Schüler- und Jugendorchester studierte mit seinem Dirigenten Johannes Piontek die Werke „Yorkshire Ballad“ von James Barnes und „The Magic Book“ von Thierry Deleruyelle ein. Das Wertungsgericht war vor allem von dem sehr sauberen Zusammenspiel beeindruckt und, dass die jungen Musikerinnen und Musiker schon so schön die einzelnen Melodien und Nebenmelodien herausgearbeitet hatten. Sie lobten die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. Nicht umsonst waren im anschließenden Wertungsgespräch die Jurymitglieder voll des Lobes und bewerteten das Orchester abschließend mit 93 von 100 Punkten, somit das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“.

Küps stellt bestes Orchester beim Wertungsspiel

Das Symphonische Blasorchester hatte in den vergangenen vier Jahren bei Wertungsspielen die Auszeichnung jeweils knapp verfehlt und erreichte zwar quasi immer das Treppchen, allerdings mit der Silbermedaille. Wolfgang Riedel wählte aus dem Konzertprogramm die Werke „Flowers of Dreams“ von Satoshi Yagisawa und „Lexicon of the Gods“ von Rossano Galante aus. Als Neuerung der Wertungsspielordnung kann nun das anschließende Wertungsgespräch der Jury gemeinsam mit dem Orchester durchgeführt werden. Das Orchester entschied sich für diese Variante und konnte auch hier viel Lob seitens der Wertungsrichter erhalten. Trotzdem blieb es spannend bis zum Schluss, ob es in diesem Jahr für die Auszeichnung gereicht hat. Mit 95 von 100 Punkten konnte dem Dirigenten Wolfgang Riedel aus den Händen des Bezirksvorsitzenden von Oberfranken, Herrn Thomas Kolb, die Urkunde mit dem Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ überreicht werden. Grenzenloser Jubel seitens der Orchester zeigten die Erleichterung und auch den Stolz auf das Erreichte und schloss eine monatelange Probenarbeit ab.